Umgang mit Demenz

Angst

An Demenz erkrankte Menschen fürchten sich oft oder sind ängstlich. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Angst kann daraus resultieren, dass Ereignisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart durcheinandergebracht werden. Andere ängstigen sich aufgrund von Sinnestäuschungen oder Wahnvorstellungen. Angst kann aber auch Ausdruck von Überforderung durch ständige Veränderungen sein.

Wichtig ist: Nicht jede/-r Betroffene entwickelt dieselben Symptome zur gleichen Zeit.

  • Vermitteln Sie Geborgenheit – halten Sie die Hand von demenzkranken Menschen; nehmen Sie die Betroffenen in den Arm; sprechen Sie ruhig.
  • Suchen Sie für die Probleme der Betroffenen eine Lösung, die mit der Interpretation der Situation stimmig ist! Wenn sich demenziell Erkrankte z. B. vor Einbrechern ängstigen, machen Sie gemeinsam einen Kontrollgang.

An Demenz erkrankte Menschen unterliegen oft Sinnestäuschungen und Wahnphänomenen. Das bedeutet, sie sehen, hören oder riechen etwas, was in Wirklichkeit nicht da ist.

  • Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung des Raumes! Leuchten Sie besonders „dunkle“ Ecken aus! Schatten werden von den Betroffenen oft nicht mehr als solche erkannt und können nicht eingeordnet werden.
  • Lassen Sie bei Bedarf in der Nacht ein Nachtlicht eingeschaltet!
  • Versuchen Sie die Betroffenen abzulenken, z. B. durch ein Gespräch über Dinge, die sie gerne mögen oder die tatsächlich vorhanden sind!

Das Wichtigste in Kürze

Häufige Begleitungserscheinungen von Demenzerkrankungen sind Angst oder Unruhe. Wichtig ist, dass die erkrankte Personen zu Ihnen Vertrauen fassen kann. Sprechen Sie ruhig und sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre. Gegen Wahnvorstellugnen ist Ablenkung das beste Mittel.