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Umgang mit Demenz

Antriebslosigkeit & Depression

An Demenz erkrankte Menschen sitzen oft lange teilnahmslos in einem Sessel. Sie verlieren die Freude an Dingen, wollen sich nicht beteiligen.

  • Finden Sie heraus, ob bestimmte Enttäuschungen oder Überforderung die Niedergeschlagenheit ausgelöst haben.
  • Denken Sie daran, dass demenzkranke Menschen unter dem Gefühl des Versagens leiden können. Verschaffen Sie ihnen bestätigende Erlebnisse. Sorgen Sie dafür, dass die Betroffenen Freude erleben, loben Sie sie auch bei kleinen Erfolgen.
  • Die Stimmung der Betroffenen ist oft von der augenblicklichen Situation abhängig ist – gestalten Sie diese positiv.

Bei sehr antriebslosen Betroffenen können Sie auch eine belebende Körperwäsche durchführen.

  • Lassen Sie sich Zeit.
  • Wassertemperatur zwischen 23 und 28 °C wählen.
  • festeren, rauen Waschhandschuh und ein ebensolches Handtuch verwenden.
  • waschen und abtrocknen gegen die Haarwuchsrichtung.
  • vom Rumpf ausgehend nach außen hin waschen, Hände und Fu?sse deutlich betonen.

Demenzkranke Menschen, die gleichzeitig an einer Depression leiden, können Gefühle wie Traurigkeit oder Verzweiflung nur schwer ausdrücken.

Beobachten Sie deshalb die erkrankte Person genau. Achten Sie auf gedrückte Stimmung, Weinerlichkeit, Interesselosigkeit, Angst, körperliche Symptome oder veränderten Appetit.

  • Sprechen Sie das Gefühl der Niedergeschlagenheit und der Bedrücktheit an. Erst dann erinnern Sie die Betroffenen an ihre Stärken und an das, was sie in der Vergangenheit schon alles bewältigt haben. So geben Sie ihnen Kraft und Hoffnung.
  • Holen Sie sich Rat bei medizinischem Fachpersonal für psychiatrische Erkrankungen.

Das Wichtigste in Kürze

Unterstützen Sie eine demenzerkrankte Person, möglichst lange ihre Selbstständigkeit zu behalten. Wichtig ist, Demenzerkrankte zu fordern, aber nicht zu überfordern. Im Falle einer Depression können auch medikamentöse Therapieformen sinnvoll sein.