Krisensituationen

Pflegen Sie Ihr inneres Wohlbefinden

Mentale Gesundheit - Pflegen Sie Ihr inneres Wohlbefinden

Die Demenz bringt auch für Angehörige viele Herausforderungen mit sich. Zu erleben, wie eine geliebte Person mehr und mehr Unterstützung benötigt, kann belasten – insbesondere auch, wenn man selbst diese Hilfe leistet und das Gefühl hat, immerzu verfügbar sein zu müssen.

Jede*r durchlebt manchmal Phasen, in denen es einem körperlich oder seelisch nicht so gut geht, man etwas mehr Zeit für sich braucht, um die eigenen Kraft- und Energiereserven wieder aufzutanken. Das ist ganz normal und weder ein Ausdruck von Schwäche noch von Krankheit. Wenn diese Phasen aber mehr und mehr werden, und wenn es zunehmend schwerer scheint, wieder zu Kraft und Energie zu kommen, sollte etwas an der Situation geändert werden. Ein Gespräch mit Ärztin oder Arzt des Vertrauens, einer Vertrauensperson oder der Besuch von Selbsthilfegruppen kann neue Perspektiven aufzeigen und die Inspiration geben, aktiv zu werden.

Innere Stärke am Lebensende der/des Angehörige

In den letzten Tagen, Wochen oder Monaten des Lebens wird die Zeit kostbar. Letzte Angelegenheiten können noch erledigt werden. Ebenso kann man aber auch gemeinsam in Erinnerungen schwelgen und auf das Leben, das sich dem Ende zuneigt, mit Stolz und Dankbarkeit zurückblicken. Eine Umgebung, die Geborgenheit und Sicherheit vermittelt, trägt zum Wohlbefinden bei. Um Entlastung zu schaffen, bietet sich Unterstützung durch Palliativpflege und ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen an.

Auch nach dem Ableben der geliebten Person dürfen Sie Ihrer Trauer Raum geben und sich die Zeit nehmen, die Sie brauchen, um den Tod zu verarbeiten. Trauer ist ein Prozess, der der trauernden Person die Möglichkeit gibt, von Vergangenem Abschied zu nehmen und sich neu zu orientieren.

 

 

 

 

Foto © Ilya Bushuev

Tipps

Besprechen Sie belastende Situationen mit einer Vertrauensperson.

Was kränkt, das macht krankt. Unterdrücken Sie Gedanken und Empfindungen nicht.

Tragen Sie das Bild des geliebten Menschen, wie er oder sie früher war, im Herzen.

Wenden Sie sich an Ihre HausärztIn und Selbsthilfegruppen.

Holen Sie sich Informationen bei mobilen Hospiz- und Palliativteams.

Wählen Sie eine Vertrauensperson und informieren Sie sich über Patientenverfügungen.

Informieren Sie sich über Angebote wie Pflege- oder Familienhospizkarenz.