Aktiv bleiben

Eine aktive Alltagsgestaltung mit viel Bewegung, gesunder Ernährung und Taining fürs Gehirn ermöglicht Ihnen, Ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten trotz Demenzerkrankung so lange wie möglich zu erhalten und zu fördern.

Demenzerkankungen sind nicht heilbar, aber behandelbar. Aktive Gesundheitsförderung beginnt mit einer aktiven Alltagsgestaltung: Gesellschaftliche und andere Aktivitäten, die das Gedächtnis beanspruchen, können die Krankheit in manchen Fällen hinauszögern und die Lebensqualität gegebenfalls verbessern.

Wohlfühlfaktor

Wichtig ist, dass Sie die Aktivitäten zur geistigen und körperlichen Fitness gerne ausüben. Wenn Sie früher schon keine leidenschaftliche Spaziergängerin bzw. kein leidenschaftlicher Spaziergänger waren, dann müssen Sie es aufgrund der Krankheit auch nicht werden. Es gibt bestimmt viele andere Dinge, die Ihnen mehr zusagen.

Tipps für eine aktive Alltagsgestaltung:

  • Bleiben Sie unbedingt in Gesellschaft. Wenn Sie sich früher gerne mit einem Freund oder einer Freundin im Kaffeehaus getroffen haben, dann machen Sie das weiterhin. Es wird Ihnen bestimmt gut tun.
  • Versuchen Sie solange wie möglich selbstständig zu bleiben. Erledigen Sie zum Beispiel Ihre Einkäufe selbst und lassen Sie sich nicht sofort alles von Ihren Familienmitgliedern abnehmen.
  • Sorgen Sie für einen klaren Tagesablauf. Eine gewohnte Alltagsroutine vermitteln Halt und Struktur.
  • Lesen Sie ein Buch. Falls Ihnen das allerdings zunehmend schwer fällt, können Sie stattdessen die Tageszeitung als Lesestoff heranziehen.
  • Lösen Sie verschiedene Kreuzworträtsel oder spielen Sie Sudoku. Auch das ein oder andere Gesellschaftsspiel mit Ihrem Enkel oder Ihrer Enkelin hält Sie geistig fit.
  • Genießen Sie auch weiterhin Ihren täglichen Spaziergang. Wenn Sie befürchten den Weg zu vergessen, dann nehmen Sie sich eine nette Begleitung mit.
  • Seien Sie offen für Neues. Besuchen Sie beispielsweise einen Tanz- oder Malkurs, wenn Sie das immer schon interessiert hat.
  • Demenz verändert das Hunger- und Durstgefühl. Trainieren Sie daher Ihre Geschmacksnerven und sorgen Sie für einen bunten Teller. Stärker gewürzte Mahlzeiten regen den Appetit an und farblich anregende Speisen fördern die Lust am Essen. Zudem sollten Sie ausreichend trinken. Empfohlen werden 2 Liter Wasser pro Tag.
  • Viele an Demenz erkrankte Menschen verlieren das Zeitgefühl. Der gesunde Tag-Nacht-Rhythmus wird dadurch gestört. Damit dieser Rhythmus wieder hergestellt werden kann, hilft es sich an Licht und Dunkelheit zu orientieren. Zudem erleichtern verschiedene Tagesaktivitäten wie Spaziergänge abends oftmals das Einschlafen.

Das Wichtigste in Kürze

Demenzerkrankungen sind nicht heilbar, aber es gibt Therapiemöglichkeiten, um die Lebensqualität lange zu erhalten. Sie können bereits Ihren Alltag so gestalten, um möglichst lange geistig und körperlich aktiv zu bleiben: Probieren Sie neue Aktivitäten aus und haben Sie Spaß an den Dingen, die sie tun. Ziehen Sie  sich nicht zurück. Besuchen Sie weiterhin Freunde und Bekannte. Und das wichtigste: Überfordern Sie sich nicht, sondern hören Sie auf Ihre Bedürfnisse.