Selbsthilfegruppen

So lange wie möglich selbstbestimmt leben

Zuerst ist es nur ein verpasster Termin, ein vergessener Vorname der Freundin. Später verschwinden schleichend ganze Lebensphasen aus der Erinnerung. Die Diagnose Demenz belastet und verunsichert. Die Volkshilfe lässt die Menschen nicht alleine und arbeitet eng mit dem Verein PROMENZ zusammen, einer unterstützten Selbsthilfegruppe für Menschen mit Vergesslichkeit.

Der Name PROMENZ bedeutet so viel wie „für den Geist“. Entwickelt haben diesen Namen die Mitglieder der gleichnamigen Selbsthilfegruppe von Menschen mit Vergesslichkeit (MmV). Er soll einen bewussten Gegenpol zum Begriff Demenz – „ohne Geist“ bilden.

In der Broschüre "Selbstständig leben mit Promenz" erfahren Sie, was Gedächtnisschwäche bedeutet und dass Demenz mehr als nur eine Erkrankung ist. Wir geben Einblick in Selbsthilfegruppen, wie diese aufgebaut sind und wie sie funktionieren.

Beatrix Gulyn, die seit 14 Jahren ein aktives Leben mit der Diagnose führt und Botschafterin für die Anliegen von Promenz ist, sagt selbst: "Die Angst und der Schrecken gehen weg, aber die Krankheit bleibt. Auch das hab ich in der Gruppe gelernt.”

Vor allem geht es darum, die Selbstständigkeit im Alltag so lange wie möglich zu erhalten. Tipps und Tricks zur Bewältigung von tagtäglichen Herausforderungen von anderen Betroffenen helfen dabei.

"Demenz ist nie das Ende, sie ist immer der Anfang eines ganz anderen Lebens, das trotz der Erkrankung erfüllt sein kann.", sagt auch Helga Rohra, Demenz-Aktivistin, die anderen Mut macht, weiter Dinge zu lernen und zu fordern.

Selbstbestimmt leben

Ich bin dement, na und!

"Ich bin dement, na und?" sagt Helga Rohra, Demenzaktivistin, die ihre Geschichte mittlerweile auf über 1000 Vorträgen erzählt hat und mehr Respekt von der Gesellschaft fordert. "Es geht mir darum, das Bild von Menschen mit Demenz in der Gesellschaft zu ändern. Wir sprechen für uns selbst und wollen gehört werden."

Ihr Buch macht Mut: Ja zum Leben, trotz Demenz!