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Nach der Diagnose

Die Diagnose sollte den Betroffenen möglichst im Beisein der Familie, sensibel und verständlich erklärt werden. Nach der Diagnose ziehen sich manche Menschen depressiv zurück, während andere sich für Gedächtnistraining interessieren und ihr Leben neu gestalten.

Wichtig ist, sich auf die geänderte Lebenssituation einzustellen.

Das Wichtigste in diesem Moment ist...

  • so viel wie möglich über Demenz und ihre Auswirkungen und die Betreuung von Menschen mit Demenz in Erfahrung zu bringen,
  • den Blick auf die noch vorhandenen Fähigkeiten zu lenken,
  • Sicherheit durch Ordnung und Struktur zu vermitteln,
  • tägliche Abläufe beizubehalten (Veränderungen in der Lebensführung irritieren zusätzlich), 
  • Rituale im Alltag einzuführen (z. B. beim Aufstehen, beim Essen …),
  • die Betroffenen zu beruhigen und ihnen zu helfen, sich zu orientieren,
  • die Betroffenen zu motivieren, die persönlichen Angelegenheiten (Vertrauensperson bestimmen, Patientenverfügung, Testament usw.) zu regeln, und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie auf Ihre Hilfe zählen können,
  • alles mit den Betroffenen zu besprechen und sie in die Entscheidungen einzubeziehen (Dinge, die hinter ihrem Rücken geschehen, verunsichern und machen misstrauisch).

Das sollten Angehörige beachten 

  • Informieren Sie Verwandte, FreundInnen, Bekannte und NachbarInnen und bitten Sie um tatkräftige Unterstützung. 
  • Suchen Sie sich kompetente und professionelle Hilfe.
  • In der Ruhe liegt die Kraft. Entspannen Sie sich und versuchen Sie, Ihren Hobbies weiter nachzugehen.
  • Schaffen Sie sich Freiräume von der Betreuung.

Bei Fragen oder Unklarheiten geben Geriatriezentren, neurologische und psychiatrische Kliniken kompetent Auskunft. Viele dieser Zentren bieten außerdem Beratungsstellen und Dienstleistungen zur Unterstützung an. Auch die Volkshilfe steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.