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Was ist Demenz?

Was ist Demenz?

Das Wort Demenz kommt vom Lateinischen "de mens", was übersetzt "ohne Verstand" bedeutet. Viele Selbsthilfegruppen benutzen daher den Begriff "Promenz" - also "für den Geist". Wenn wir hier den Begriff Demenz benutzen, tun wir dies jedoch bewusst, um eine Krankheit, die oft verschwiegen und ins Abseits gedrängt wird, selbverständlich und selbstbewusst zum Thema zu machen.

Wer erkrankt an Demenz?

Demenz kann uns alle treffen. Sowohl die primäre Form der Demenz - die nicht heilbar ist, allen voran Alzheimer als häufigste Krankheit - alsauch die sogenannten sekundären Formen, die grundsätzlich heilbar und eine Folge anderer organischer Erkrankungen sind.

Wenn wir an die häufigere, primäre Form denken, steigt mit zunehmendem Alter die Gefahr einer Erkrankung. Männer und Frauen sind mit etwa gleicher Wahrscheinlichkeit betroffen. Dennoch sind weit mehr Frauen erkrankt als Männer. Die Ursache liegt darin, dass Frauen im Durchschnitt einige Jahre älter werden als Männer. Die Alzheimer-Krankheit, als häufigste Form der Demenz, tritt hauptsächlich bei Menschen über 70 Jahren auf. Sie kann in seltenen Fällen aber auch Menschen um die 50 betreffen.

Wie verläuft eine Demenzerkrankung?

Grundsätzlich sehr unterschiedlich. Die Entwicklung der Krankheit hängt von vielen persönlichen Faktoren ab, etwa dem allgemeinen Gesundheitszustand, der Persönlichkeit, der körperlichen Verfassung und dem Lebensstil.

Bei der primären Form ist die Krankheit durch einen schleichenden Beginn und ein allmähliches Fortschreiten der Symptome gekennzeichnet. Nach neuesten Erkenntnissen geht man davon aus, dass vom ersten Erkennen der eigenen Vergesslichkeit bis zum Übergang in ein Stadium, wo man wirklich eingeschränkt ist, durchschnittlich 15 Jahre vergehen.

Grundsätzlich kann die Demenz in drei Stadien unterteilt werden: frühes, mittleres und spätes Stadium. Zu Beginn der Erkrankung merken die Betroffenen oft, dass irgend etwas "nicht stimmt“ und ihnen zunehmend Fähigkeiten abhanden kommen. Viele Menschen versuchen dann, ihre Einschränkungen zu verbergen. Oftmals gelingt es ihnen lange Zeit, besonders gegenüber Fremden, eine Fassade aufrecht zu erhalten.

  • Frühes Stadium: Im frühen Stadium stehen Gedächtnis- und Orientierungsstörungen im Vordergrund.
  • Mittleres Stadium: Die Zeichen des frühen Stadiums nehmen allmählich zu und erreichen einen Grad, in dem die selbständige Lebensführung schwierig wird.
  • Spätes Stadium: Gerade diese Phase ist für alle Beteiligten besonders schwierig. Die Betroffenen selbst reagieren oft gereizt oder aggressiv, wenn sie jemand – wie sie es empfinden – mit falschen Angaben verwirren will und sie immer mehr die Orientierung verlieren.

Was bedeutet eine Diagnose? 

Je früher eine Demenzerkrankung festgestellt wird, desto besser kann man darauf reagieren.

Oft haben Menschen vor der Diagnose bereits das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Erhärtet sich der Verdacht auf eine Demenz gilt: Eine frühe Diagnose kann zu einem positiven Verlauf des Krankheitsbildes beitragen. Dadurch ist die Behandlung mit Medikamenten und aktivierenden therapeutischen Maßnahmen deutlich wirksamer.

Eine Diagnose ermöglicht den Betroffenen und Angehörigen die Veränderungen, die eine solche Krankheit mit sich bringt, in ihre Lebensphase einzuplanen.

Das Wichtigste in Kürze

Je früher eine Demenzerkrankung festgestellt wird, desto besser kann man darauf reagieren. Menschen können länger ein selbstständiges Leben führen, wenn man möglichst früh mit einer Therapie beginnt.

Primäre Formen der Demenzerkrankung

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Sekundäre Formen der Demenzerkrankung

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Diagnosezentren

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Frühes Demenz-Stadium

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Mittleres Demenz-Stadium

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Spätes Demenz-Stadium

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