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Berufstätigkeit

Inklusion statt Mitleid

Wer an Demenz erkrankt, kann nicht mehr arbeiten. Soweit das weit verbreitete Vorurteil.

Es gibt aber viele an Demenz erkrankte Menschen, die zwischen 45 und 65 Jahre alt sind, die noch arbeiten wollen. Dazu muss ein Umdenken stattfinden, das den Fokus auf die vorhandenen Ressourcen und nicht auf die Defizite richtet. Manche Unternehmen haben das erkannt, wie etwa die Post in Großbritannien, die an Demenz erkrankte MitarbeiterInnen nicht entlässt, sondern ihren Fähigkeiten entsprechend weiter einsetzt.

Erwerbstätig bleiben

Mit der Diagnose stellen sich die Fragen, ob man seinen Arbeitsplatz verliert und wie der Lebensunterhalt in Zukunft verdient werden soll. Doch die Diagnose bedeutet nicht zugleich den Verlust des Jobs. Wenn Sie weiter arbeiten wollen, sollten Sie das auch tun. Kündigen Sie Ihren Job nicht gleich. Grundsätzlich schreitet die Krankheit langsam voran und kann durch körperliche und geistige Aktivitäten verzögert werden. Besprechen Sie Ihre Situation vorerst mit einer Person Ihres Vertrauens und erkundigen Sie sich bei zuständigen Ämtern über Ihre Rechte und Pflichten.

Darüber reden, Lösungen suchen

Macht sich die Krankheit bei Ihrer Arbeit bereits bemerkbar, zum Beispiel durch vermehrte Konzentrationsschwächen, suchen Sie das Gespräch mit Vorgesetzten. Gemeinsam können Sie neue Aufgabenbereiche finden, die ihren Bedürfnissen entsprechen.

Das Wichtigste in Kürze

Insbesondere in einem frühen Krankheitsstadium sollten Sie Ihren Job nicht vorzeitig kündigen. Ziehen Sie Menschen ins Vertrauen und vertrauen Sie auf Ihre Stärken.